DEUTSCHLAND

 
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Genome Biologics - Mit EU-Zuschüssen die Medikamentenforschung revolutionieren

Eine alternde Bevölkerung, rasante Fortschritte in der Medizin und ethische Belange machen Innovationen in der Medikamentenforschung notwendig. Das Frankfurter Biotech- Start-up Genome Biologics hat sich daher das Ziel gesetzt, die Entwicklung und Erprobung von Medikamenten zu revolutionieren. Der jüngste Erfolg des Unternehmens als Teilnehmer am KMU-Instrument des Programms Horizont 2020 bringt Genome Biologics dem Markteintritt ein großes Stück näher. Ermöglicht hat das die Unterstützung des European Enterprise Network.

„Sitzen zwei Wissenschaftler im Bus …“ – was wie der Anfang eines Witzes klingt, war in der Tat ein lebensverändernder Moment für die beiden erfahrenen Wissenschaftler Jaya Krishnan (PhD) und Jonathan Ward (MBA). Auf der Fahrt mit einem der legendären Londoner Doppeldeckerbusse entwickelten die beiden Freunde eben jene Idee, aus der schließlich Genome Biologics hervorgehen sollte. Mit ihren insgesamt 40 Jahren Erfahrung in der präklinischen Forschung und Entwicklung sowie in der Erforschung von kardiovaskulären Erkrankungen machten sich Ward und Krishnan auf die Suche nach einer Alternative zum zeitaufwendigen, äußerst kostenintensiven und riskanten Verfahren der Wirkstoffentwicklung – und wurden fündig: Dank ihrer patentierten, auf künstlicher Intelligenz (KI) beruhenden Arzneimittel-Testtechnologie können Forschungs- und Laboreinrichtungen sowie Pharmaunternehmen potenziell geeignete Wirkstoffe für kardiovaskuläre und kardiometabolische Erkrankungen bestimmen, wodurch sich Zeit- und Kostenaufwand deutlich reduzieren lassen – ebenso wie die Notwendigkeit von Tierversuchen.

 

Eine Win-win-Technologie für alle Beteiligten

Überzeugt von ihrer Idee, beschlossen Krishnan und Ward sich für das KMU-Instrument des Programms Horizont 2020 zu bewerben, um die erforderliche Unterstützung zu erhalten und ihre Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Im Jahr 2017 durchlief Genome Biologics erfolgreich die erste Programmphase und erhielt somit Mittel, um die wirtschaftlichen Möglichkeiten ihres Ansatzes zu sondieren. Zum gleichen Zeitpunkt wurden Olaf Jüptner und sein Team bei Hessen Trade & Invest auf Krishnan und Ward aufmerksam: „Wir waren beeindruckt von Jayas und Jonathans Erfahrung und dem immensen Potenzial ihrer Idee. Deshalb haben wir unsere Unterstützung für die nächste Phase des KMU-Instruments angeboten“, erklärt Jüptner. Die

große Erfahrung und einschlägigen Kontakte von Hessen Trade & Invest, Mitglied im Enterprise Europe Network, bieten angesichts der zahlreichen Förder- und Netzwerkprogramme der EU wertvolle Unterstützung und Orientierung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).


Wer den Zuschlag für 2,5 Millionen Euro haben möchte, muss gut vorbereitet sein

Die Vorbereitung auf die zweite Phase des KMU-Instruments ist eine anspruchsvolle Aufgabe, da in dieser Phase vor verschiedenen Expertinnen und Experten um umfangreiche Mittel geworben wird. Das Enterprise Europe Network half Genome Biologics bei diesem nächsten Schritt, indem es einen EU-Coach für das Pitching-Verfahren vorschlug. „Außerdem haben sie Probeinterviews mit uns geführt, Feedback gegeben und einfach dafür gesorgt, dass wir uns bereit fühlten“, erinnert sich Krishnan. Die intensive Unterstützung zahlte sich aus: Im Jahr 2018 wurden Genome Biologics Mittel in Höhe von 2,5 Millionen Euro für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens und die Vorbereitung des Markteintritts gewährt.

Derzeit arbeiten die beiden Gründer zusammen mit Banken und Unternehmen an der Erschließung weiterer Finanzierungsmöglichkeiten. Olaf Jüptner und sein Team unterstützen diesen Prozess gerne, indem sie strategisch hilfreiche Networking- und Pitching-Möglichkeiten aufzeigen. So konnte Genome Biologics seine Idee beispielsweise bei der Venture Lounge 2017 der Merck KGaA in Darmstadt vor rund 100 internationalen Risikokapitalgebern vorstellen. Das Wissen um die richtigen Ansprechpartner hat sich als entscheidender Faktor erwiesen, um potenzielle Investoren, Partner und Kunden zu überzeugen. Ward erklärt: „Unsere Arbeit unterscheidet sich grundlegend von der derzeit gängigen Praxis im Bereich der präklinischen Arzneimitteltests – und das macht es so schwierig, das Bahnbrechende daran zu veranschaulichen. Da es für uns besonders wichtig ist, immer mit den richtigen Ansprechpartnern zu sprechen, war das Enterprise Europe Network in dieser Hinsicht eine große Stütze.“

Mit 2,5 Millionen Euro EU-Finanzierung blicken die Gründer von Genome Biologics zuversichtlich und mit einer Fülle von Ideen in die Zukunft. „Als nächstes wollen wir uns im Kampf gegen den Krebs engagieren“, kündigt Ward an. „Wir haben beide Erfahrungen in der Krebsforschung und die Krankheit ist derzeit ganz klar eine der größten Herausforderungen für die Medizin.“ Die Beratung, Kontakte und Unterstützung des Enterprise Europe Network werden Genome Biologics auf ihrem weiteren Weg begleiten. „Wir können andere Start-ups und KMU nur ermutigen, das Enterprise Europe Network in ihrer Region zu nutzen“, betont Jaya Krishnan. „Wir haben enorm vom Wissen, den Kontakten und der persönlichen Unterstützung des Netzwerks profitiert.“


Ihr Kontakt zum Enterprise Europe Network:

Hessen Trade & Invest GmbH
Konradinerallee 9
65189 Wiesbaden, Germany
Phone:  +49 (0) 611 95017-8257
Fax:  +49 (0) 611 95017-5-8257
Email: Olaf.Jueptner@htai.de
Web:  www.htai.de


Ihr Kontakt zu Genome Biologics:

Genome Biologics
Lange Straße 59,
60311 Frankfurt am Main
+49 (0) 69 989 721 683
+49 (0) 176 227 686 00
E-Mail: info@genomebiologics.com
www.genomebiologics.com


Hintergrundinformationen zur EU-Kampagne #EUOpen4Business und zu Unterstützungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen in der EU finden Sie unter: www.EUOpen4Business.eu


Bildinformation:

Vlnr: Romain Bouttier (EASME), Jaya Krishnan (CTO/Gründer Genome Biologics), Olaf Jüptner (EEN Hessen).
Foto: EEN Hessen