EU-Generaldirektorin zu Besuch in Baden-Württemberg
Wie kann Europa industrielle Wertschöpfung sichern und gleichzeitig resilienter und nachhaltiger werden? Darüber diskutierten Unternehmensvertreterinnen und -vertreter aus dem Bereich Technische Textilien bei der IHK Reutlingen, Netzwerkpartner des Enterprise Europe Network Baden-Württemberg, mit Kerstin Jorna, Generaldirektorin der Europäischen Kommission für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU.
Den Besuch in der IHK Reutlingen nutzte Kerstin Jorna, um mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Bereich Technische Textilien ins Gespräch zu kommen. Dabei ging es um Wertschöpfungsketten, kritische Abhängigkeiten und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa. Ein zentraler Diskussionspunkt war die geplante europäische Beschränkung von PFAS. Für zahlreiche Anwendungen fehlen bislang geeignete Alternativen. Am Beispiel Technischer Textilien, die hohen Anforderungen in Bezug auf Flammschutz unterliegen, zeigte sich, dass „kritische Chemie“ einen verantwortungsbewussten Umgang erfordert und pauschale Verbote nicht weiterhelfen.
Jorna machte deutlich, dass die Europäische Kommission Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz künftig stärker gemeinsam betrachten wolle. Bei neuen Regelungen müsse genauer auf Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten und auf verfügbare Alternativen geschaut werden.
Die IHK Reutlingen will den Austausch mit Jorna fortsetzen.
Quelle: Pressemitteilung der IHK Reutlingen (29.9.2026)