Förderung Internationalisierung Innovation

EUREKA: Internationaler Förderaufruf beschleunigt industrielle Biotechnologie

Ein neuer Förderaufruf des Bundesforschungsministeriums setzt auf internationale Kooperationen, um biotechnologische Innovationen schneller in die industrielle Anwendung zu bringen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Bereich Bioökonomie zu stärken. Um die Konsortienbildung zu fördern, unterstützt das BMFTR darüber hinaus die Teilnahme von bis zu 30 deutschen KMU am Global Innovation Summit und am Swiss Biotech Day in Form einer Kostenerstattung. Beide finden Anfang Mai statt. Das NRW.Europa-Team bei ZENIT begleitet NRW-Unternehmen, die an der Kooperationsbörse am Global Innovation Summit teilnehmen möchten oder Interesse an einer Antragsstellung haben.

Im Fokus steht die Zusammenarbeit deutscher Unternehmen – insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen – mit europäischen und internationalen Partnern im Rahmen von Eureka‑Projekten.

Förderfähig sind anwendungsorientierte, vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der industriellen Biotechnologie mit einem klaren Praxisbezug. Die Projekte müssen einem oder mehreren Themenfeldern der industriellen Bioökonomie zugeordnet sein. Dazu zählen nachhaltige industrielle Bioprozesse, neuartige bioökonomische Produkte sowie disruptive technologische Ansätze. Beispiele reichen von der Nutzung erneuerbarer Kohlenstoffquellen wie biogenen Reststoffen oder CO₂ über die biotechnologische Herstellung von Chemikalien bis hin zur Entwicklung neuer Lebensmittel durch Präzisionsfermentation oder Zellkultivierung.

Ein zentrales Förderkriterium ist die industrielle Verwertbarkeit der Ergebnisse. Die Vorhaben sollen einen messbaren Fortschritt im technologischen Reifegrad (TRL) erzielen, der von Projektbeginn bis -ende klar definiert werden muss. Die Ausrichtung an konkreten Bedarfen der Industrie ist ausdrücklich erwünscht.

Antragsberechtigt sind KMU, die sich an internationalen Konsortien beteiligen. Verbünde ohne KMU‑Beteiligung auf deutscher Seite sind ausgeschlossen, ein signifikanter Beitrag der KMU ist verpflichtend. Voraussetzung ist auch die Teilnahme von mindestens zwei Partnern aus zwei verschiedenen Eureka‑Partnerländern. Dabei gilt die sogenannte 70/30‑Regel, wonach nicht mehr als 70 Prozent der gesamten Projektkosten auf ein Land entfallen dürfen. Die Förderung pro deutschem Partner sollte 500.000 Euro nicht überschreiten.

Das Antragsverfahren ist zweistufig aufgebaut. In einem ersten Schritt müssen die Konsortien bis spätestens 25. September 2026 eine Projektskizze in Form eines Eureka Projektantrags einreichen.

Matchmaking in Basel

Besonders geeignete Möglichkeiten für das Kennenlernen neuer Geschäftspartner bieten zwei Veranstaltungen: der Swiss Biotech Day (4.-5. Mai) und der Global Innovation Summit am 6. Mai 2026. Um die Vernetzung deutscher KMU gezielt zu unterstützen, bietet das BMFTR jeweils einer/einem Vertreter/in von bis zu 30 Unternehmen aus der Biotechnologie eine Kostenerstattung an. Interessierte KMU können sich bis zum 24. April 2026 beim Eureka-Büro Deutschland melden: eureka@dlr.de

Weitere Informationen zum Förderaufruf
Global Innovation Summit
Swiss Biotech Day


Kontakt zu NRW.Europa:

ZENIT GmbH / Enterprise Europe Network
für Nordrhein-Westfalen NRW.Europa

Astrid Pauli
Telefon: 0208 30004-42
E-Mail: Astrid.Pauli@zenit.eu

Cornelia Schwizer
Telefon: 0208 30004-16
E-Mail: Cornelia.Schwizer@zenit.eu

 

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